Fragen und Antworten

Nein, weil auch für das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel die gesetzlichen Vorgaben der Heilquellenschutzgebietsverordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart gelten. Das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel befindet sich in der Innen- und in der Kernzone des Heilquellenschutzgebiets und wurde nach den strengen Vorgaben des Heilquellenschutzes geplant.

Im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben wurden insgesamt 381 Bäume gefällt. Unterschieden werden Bäume mit einem Stammumfang (STU) größer 80cm (Durchmesser ab ca. 25 cm) und Bäume mit STU kleiner 80 cm (Durchmesser bis ca. 25 cm).  Im Rosensteinpark ist kein historischer Baumbestand von den Fällarbeiten betroffen. Insgesamt werden im Zuge der Baumaßnahme 385 Bäume neu gepflanzt.

Bereich Pragstraße:

Fällung von 181 Bäumen (63 STU größer 80 cm und 118 STU kleiner 80 cm).

Bereich Neckartalstraße:

Fällung von 74 Bäumen (46 STU größer 80 cm und 28 STU kleiner 80 cm).

Bereich Wilhelma:

Fällung von 35 Bäumen (20 STUgrößer 80 cm STU und 15 STU kleiner 80 cm).

Bereich Leuze:

Fällung von 91 Bäumen (28 STU größer 80 cm STU und 63 STU kleiner 80 cm).

Beim Straßenbauprojekt Rosensteintunnel wurden bereits erste Ersatzpflanzungen im Rosensteinpark durchgeführt. 27 Bäume wurden verpflanzt. Für die Neupflanzungen werden große Flächen genutzt, die heute noch dem Autoverkehr zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus wurden im Bebauungsplan des B10-Rosensteintunnels insgesamt 27 Maßnahmen im Landschaftspflegerischen Begleitplan festgesetzt um Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten oder zu kompensieren.
Landschaftspflegerischer Begleitplan - Maßnahmenplan Rosensteintunnel (PDF)

Es werden viele Maßnahmen umgesetzt, um die Eingriffe in die Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten oder zu kompensieren. Ein Maßnahmenkatalog ist im Landschaftspflegerischen Begleitplan festgeschrieben: 
Landschaftspflegerischer Begleitplan - Maßnahmenplan Rosensteintunnel (PDF)

 Hier können Sie sich über einiger dieser Maßnahmen informieren:

  • Landschaftsprägende Einzelbäume innerhalb des Baubereichs werden als Lebensraum für baumgebundene Tierarten durch Anfahrschutz und/oder ortsfesten Schutzzaun im Wurzel- und Kronenbereich erhalten und gesichert.
  • Einzelbaumpflanzungen werden als Ausgleich/Minimierung für Beeinträchtigungen an Lebensräumen und Vegetationsbeständen vorgezogen, die durch die Bautätigkeit entstehen.
  • Die Bodenfunktionen werden durch Sicherung des wertvollen Oberbodens im Rosensteinpark durch separates Abtragen und Lagerung erhalten.
  • Die Maßnahmen für den Artenschutz basieren auf den einzelnen Gutachten der Tiergutachter und sind als "besondere" Maßnahmen den verschiedenen Tiergruppen, bzw. Tierarten zugeordnet.
  • Die Mauereidechsen im Bereich der Erdwälle am Neckarufer wurden in Verlängerung der Sandsteinmauer neckarabwärts in einen eidechsenfreundlichen Bereich umgesiedelt. Die Fläche der Baustelleneinrichtung zum Neckar hin verfügt über einen eidechsensicheren Zaun und die Fußgängerwege verfügen über Reptilienfallrinnen, so dass die Tiere nicht in das Baufeld gelangen.
 

Während der Bauzeit können die Berger Sprudler wegen den fehlenden Zuleitungen nicht in Betrieb genommen werden. Nach derzeitigem Stand kann ein Teil der Sprudler wieder ab 2015 aktiviert werden.

Ergänzung vom 30.10.2015:
Entgegen der ursprünglichen Planung sind die Bauarbeiten im Bereich der Berger Sprudler noch nicht so weit vorangeschritten, dass diese wieder aktiviert werden können. Nach derzeitigem Stand können die Berger Sprudler frühestens 2016 in Betrieb genommen werden.

Ergänzung vom 28.09.2016:
Die Sprudler können erst im Anschluss an die Fertigstellung des Kurztunnels und der neuen dritten Leuzeröhre in Betrieb genommen werden. Nach derzeitiger Einschätzung kann dies 2018 erfolgen.

Ergänzung vom 05.05.2017:
Nach derzeitiger Einschätzung können die Sprudler frühestens 2020 in Betrieb gehen.

Nach der Bauzeit:

Da der B10-Verkehr zukünftig in den Rosensteintunnel verlegt wird, wird sich die Luftqualität vor allem in der Prag- und Neckartalstraße erheblich verbessern, da dort keine Schadstoffemissionen des B10-Verkehrs mehr entstehen. Die Abgase, die innerhalb des Tunnels entstehen, werden durch den Abluftkamin in der Pragstraße und durch das Tunnelportal in der Neckartalstraße abgeführt.

 
Während der Bauzeit:

Während der Bauzeit werden die Firmen, die am Bauprojekt beteiligt sind, ein "Staubschutzkonzept" für eine emissionsarme Bauabwicklung zur Minimierung der baubedingten Staub- und Luftschadstoffemissionen umsetzen.

Nach der Bauzeit:

Nein, im Gegenteil, durch den B10-Rosensteintunnel kommt es zu einer Verminderung der Lärmbelastung im Umfeld der Prag-, Neckartal- und Schönestraße, da der gesamte B10-Verkehr im Tunnel gebündelt wird. Positiv wirken sich auch die verkehrslenkenden und städtebaulichen Begleitmaßnahmen auf die Lärmreduzierung in den umliegenden Wohngebieten aus, da hier nun die Ausweichverkehre entfallen können.

 
Während der Bauzeit:

Für die Bauzeit gelten die Richtwerte der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm (AVV-Baulärm). Während der Bauzeit wird es sowohl in den Anschlussbereichen in der Prag- und Neckartalstraße, als auch am Knotenpunkt Leuze zu Lärmbelastungen während der Regelarbeitszeit durch die Bauarbeiten kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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