Der Projektnachbar Neckar-Käpt'n

Der Neckar-Käpt'n ist wieder in die Saison gestartet! Bis einschließlich Oktober bietet der Projektnachbar des Straßenbauprojekts B10 Rosensteintunnel Rundfahrten auf dem Neckar an. Aber wie ist es eigentlich direkt neben solch einer großen Baustelle seine Anlegestelle zu haben? Neckar-Käpt'n-Eigentümer Wolfgang Thie berichtet:

"Vor 20 Jahren übernahmen meine Frau Susanne und ich die im Jahr 1957 gegründete Firma. Wir wählten den Namen Neckar-Käpt'n und machten es zu unserem kleinen Unternehmen. In den letzten Jahren kamen immer mehr Rundfahrten hinzu und so bietet der Neckar-Käpt'n heute Kurzrundfahrten sowie Linien-und Erlebnisfahrten für Touristen und Schiffbegeisterte von überall her an", erzählt Wolfgang Thie stolz.

Anlegestelle am Neckarufer bei der Wilhelma. Quelle: Neckar-Käpt'nAnlegestelle am Neckarufer bei der Wilhelma. Quelle: Neckar-Käpt'n

Der Alltag als Projektnachbar

 "Als Bürger und Unternehmer freue ich mich auf das Resultat des Projekts. Ich erhoffe mir eine ruhigere Vorplatzsituation des Neckar-Käpt'n und natürlich eine entspanntere Verkehrslage vor Ort", erklärt er. "Leider haben wir vor dem Neckar-Käpt'n für vier Jahre eine Baustellensituation und das ist an der einen oder anderen Stelle auch mit Schwierigkeiten verbunden."

Die Rede ist von der Vermutung, dass Gäste des Neckar-Käpt'n glauben, die Schiffe seien aufgrund der Baustellensituation nur noch sehr schlecht oder sogar überhaupt nicht erreichbar. "Das stimmt natürlich nicht. Zwar ist die Baustelle direkt vor der Tür, jedoch hat sie unsere Erreichbarkeit nicht stark beeinträchtigt. Die Zuwege zum Neckar-Käpt'n sind sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß gut erreichbar und sogar ausgeschildert", betont Wolfgang Thie.

Fahrgastmotorschiff Wilhelma. Quelle: Neckar-Käpt'nFahrgastmotorschiff Wilhelma. Quelle: Neckar-Käpt'n

"Ein weiterer Schritt wäre das Schaffen einer schöneren Verweilatmosphäre, die ja teilweise durch die Baumaßnahmen am Neckarufer gestört ist. Das Projekt hat am Neckarufer extra Mauersteinkörbe als Wohnraum für die heimischen Eidechsen platziert, die man eigentlich auch prima als Sitzgelegenheiten nutzen könnte. Jedoch fehlt es hier noch beispielsweise an Sitzauflagen, um komfortables Sitzen zu ermöglichen. Ein weiterer Wunsch wären Sitztreppen, die zum Neckarufer herunterführen und das Ufer für Besucher so besser zugänglich machen," meint Wolfgang Thie.

Als direkter Nachbar des Straßenbauprojekts habe man aber auch die Möglichkeit, den Fortschritt von Anfang bis Ende zu beobachten. "Es ist schon auch interessant, die Organisation und Maßnahmen eines solch großen Projekts zu beobachten. Zu sehen, wie sich jetzt langsam das Tunnelportal abzeichnet, das ist schon eine spannende Sache", erklärt Wolfgang Thie.

Weitere Infos zum Angebot des Neckar-Käpt'n sowie Anfahrtspläne finden Sie auf der Website www.neckar-kaeptn.de